Elterngeld macht nicht alle Eltern glücklich
Lesenwerter Artikel in der Welt.
Dabei geht es um die vielen enttäuschten Familien, weil das Kindergeld erheblich kleiner ausfällt, als sie gedacht haben. Dabei ist dieses Beispiel hier besonders krass, weil so viele verschiedene Ausnahmefälle zusammenkommen:
Töchterchen Emma Ilanga kam Ende August 2006 zur Welt. Damals gab es kein Elterngeld, sondern Erziehungsgeld. Familie Klews ging jedoch leer aus - das gemeinsame Jahresnettoeinkommen überschritt die Grenze von 30 000 Euro. Nina Klews arbeitet seit der Geburt von Emma Ilanga nur noch sporadisch als Intensivschwester. Die Einkünfte schrumpften daher von 30 000 Euro auf rund 3000 Euro im Jahr. Im September soll nun Töchterchen Nummer zwei das Licht der Welt erblicken. Nina Klews will dann zwölf Monate Elternzeit nehmen. “Doch da meine Frau kaum etwas verdient hat, erhalten wir als Elterngeld allenfalls den Sockelbetrag in Höhe von 300 Euro”, sagt der Vertriebsingenieur.
Aber auch steuerliche Komplikationen kann es geben. So kann es passieren, dass man durch den Bezug des Elterngeldes auf einmal mehr Steuern zahlen muss, als man es vorher getan hat. Dadurch wird dann eine Nachzahlung fällig:
Familie Weber verfügt im Jahr 2007 über ein zu versteuerndes Einkommen von 40 000 Euro. Zusätzlich erhält das Ehepaar Elterngeld in Höhe von 12 000 Euro. “Für die 40 000 Euro beträgt der durchschnittliche Steuersatz 14,25 Prozent”, rechnet Peter Kauth vom Internetportal Steuerrat24.de vor. Wird das Elterngeld hinzugerechnet, erhöht sich der Steuersatz auf 17,573 Prozent. Daher muss Familie Weber wegen des Elterngelds 1329 Euro mehr Steuern zahlen.